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Die Nachabfindung in der Höfeordnung

Nach­ab­fin­dungs­an­sprü­che ent­ste­hen in der Regel bei Ver­äu­ße­run­gen durch den Hof­er­ben oder erwirt­schaf­te­ter Ein­künf­te aus nicht land­wirt­schaft­li­cher Nut­zung. Dabei führt nicht jede Ver­äu­ße­rung oder ander­wei­ti­ge Nut­zung zu nicht land­wirt­schaft­li­chen Zwe­cken zu einem Anspruch der wei­chen­den Erben, hier ist stets der kon­kre­te Ein­zel­fall zu prü­fen. Neben den im Hof­über­las­sungs­ver­trag getrof­fe­nen Bestim­mun­gen ist zum einen bei der nicht land­wirt­schaft­li­chen Nut­zung nach dem 1/10 des Hofes­wert zu fra­gen und des wei­te­ren sind auch die Reinves­ti­ti­ons­fris­ten zu beach­ten. Soll­ten Sie Fra­gen zu dem Bereich der Nach­ab­fin­dungs­an­sprü­che haben, ver­ein­ba­ren Sie einen ers­ten Gesprächs­ter­min.

Nachabfindungsanspruch der weichenden Erben

Nach­ab­fin­dung nach der Höfe­ord­nung: Die wei­chen­den Erben eines Hofes erhal­ten im Erb­fall meist nur eine klei­ne Hof­ab­fin­dung. Grund hier­für ist, dass der Hof­er­be bei der Hoff­ort­füh­rung nicht zu sehr belas­tet wer­den soll. Als Aus­gleich hier­für steht den wei­chen­den Erben bei Ver­käu­fen oder nicht land­wirt­schaft­li­cher Nut­zung des Hof­nach­fol­gers ein Nach­ab­fin­dungs­an­spruch zu.

Der Nach­ab­fin­dungs­an­spruch ent­steht bei Ver­käu­fen von Grund­stü­cken und Hof­in­ven­tar, sowie bei nicht land­wirt­schaft­li­cher Nut­zung inner­halb von 20 Jah­ren nach dem Hof­erb­fall. Dabei kann sich der Hof­nach­fol­ger bei Ver­käu­fen inner­halb der ers­ten 10 Jah­re einen Selbst­be­halt von 25% und nach 15 Jah­ren von 50% behal­ten. Grund hier­für ist, dass er den Hof über eine gewis­se Zeit wei­ter­ge­führt hat. Der eigent­li­che Nach­ab­fin­dungs­an­spruch unter­liegt dabei der Regel­ver­jäh­rung von 3 Jah­ren. Das heißt, dass Sie als wei­chen­der Erbe ihren Anspruch inner­halb von 3 Jah­ren nach­dem Sie Kennt­nis vom Ver­kauf erhal­ten haben gel­tend machen müs­sen.

Die Bewer­tung von Nach­ab­fin­dungs­an­sprü­chen ist immer am kon­kre­ten Ein­zel­fall vor­zu­neh­men. Auf­grund von ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen in Hof­über­las­sungs­ver­trä­gen kön­nen sich Abwei­chun­gen von den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen erge­ben. Wich­tig zu wis­sen ist, dass die wei­chen­den Erben sich Vor­emp­fän­ge wie die Hof­ab­fin­dung antei­lig anrech­nen las­sen müs­sen. Bei wei­te­ren Vor­emp­fän­gen ist wei­ter zu prü­fen, ob die­se aus dem Hof stam­men. Fer­ner sind die Ver­bind­lich­kei­ten, die der Hof­er­be bei Über­nah­me mit über­nom­men hat antei­lig zu berück­sich­ti­gen. Im Rah­men die­ser recht­li­chen Bewer­tun­gen ste­hen wir Ihnen ger­ne bera­tend zur Sei­te.

Nach­ab­fin­dung nach

§ 13 HöfeO

Pflichtteilsergänzungsansprüche

Durch Schen­kun­gen des Erb­las­sers zu Leb­zei­ten kann es dazu kom­men, dass die Mit­er­ben unter­ein­an­der Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­che gel­tend machen kön­nen. Im Rah­men der Anspruchs­durch­set­zung beglei­ten wir unse­re Man­dan­ten sowohl im Bereich der außer­ge­richt­li­chen Ver­tre­tung, als auch bei der gericht­li­chen Durch­set­zung. Hin­zu­wei­sen ist dar­auf, dass die Ver­jäh­rungs­fris­ten von Pflicht­teils­an­sprü­chen und Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­che nicht gleich­ge­rich­tet sind, son­dern unter­schied­li­che Anknüp­fungs­punk­te auf­wei­sen. 

Anrechnungspflichtige Vorempfänge 

Wie bereits erwähnt sind bestimm­te Vor­emp­fän­ge anrech­nungs­pflich­tig, dass heißt sie sind auf den sog. Erb­teil anzu­rech­nen. Dabei gibt es Vor­emp­fän­ge, die bereits durch das Gesetz anzu­rech­nen sind. Dane­ben besteht aber ins­be­son­de­re für den Erb­las­ser im Vor­feld durch ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­run­gen zu Leb­zei­ten zuge­wen­de­te Ver­mö­gens­wer­te auf das Erbe anzu­rech­nen. Über die jewei­li­gen Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten infor­mie­ren wir Sie ger­ne und sind Ihnen auch sonst bei der erbrecht­li­chen Gestal­tung behilf­lich. 

Pflichtteilsrecht

Wir beglei­ten unse­re Man­dan­ten dar­über hin­aus auch im Bereich der Pflicht­teil­an­sprü­che. Ein Pflicht­teil­an­spruch steht grund­sätz­lich dem Ent­erb­ten zu, aber auch der Nach­er­be kann bei Aus­schla­gung der Nach­erb­schaft einen Pflicht­teil­an­spruch gel­tend machen. In die­sem Fall ist jedoch zu beach­ten, trotz der ver­län­ger­ten Aus­schla­gungs­frist ist die Ver­jäh­rungs­frist der Pflicht­teil­an­sprü­che zu beach­ten. Dane­ben kommt in der recht­li­chen Anwen­dung ins­be­son­de­re den sog. Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­chen eine beson­de­re Rol­le zu.

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Die Zie­le mei­ner Man­dan­ten sind mein Anspruch. Effi­zi­en­te Bera­tung sowie wirt­schaft­li­ches und unter­neh­me­ri­sches Den­ken zeich­nen mich aus.