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Pflichtteil im Erbrecht

Dem enterbten Erben steht grundsätzlich ein Pflichtteil zu. Der Pflichtteilsanspruch kann nur in engen Ausnahmefällen gänzlich wegfallen. Anspruch auf einen Pflichtteil haben allenfalls solche Hinterbliebenen, die dem Erblasser besonders nah gestanden haben. Zu diesen Angehörigen gehören neben dem Ehepartner die Kinder, Enkelkinder oder Eltern des verstorbenen Erblassers. Alle anderen Verwandten wie Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen oder Nichten haben keinen Anspruch auf einen Pflichtteil. Das gleiche gilt für die nichtehelichen Lebensgefährten. Bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche, ungeachtet ob es sich um Auskunftsansprüche oder den eigentlichen Pflichtteilsanspruch handelt bin ich Ihnen in rechtlicher Hinsicht behilflich.

Der Pflichtteilsanspruch des enterbten Erben

Den Pflichtteil können nahe Angehörige nur dann beanspruchen, wenn sie bei der gesetzlichen Erbfolge zum Zuge gekommen wären. Die gesetzliche Erbfolge regelt die Verteilung des Erbes, wenn der Erblasser kein Testament aufgesetzt und mit seinen Nachkommen auch keinen Erbvertrag ausgehandelt hat. Der Pflichtteil entspricht grundsätzlich der Hälfte dessen, was ein Angehöriger bei der gesetzlichen Erbfolge bekommen hätte. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. 

Das Gesetz lässt den Ausschluss vom Pflichtteil nur für wenige Ausnahmefälle zu. Ein pflichtteilsberechtigter Nachkomme, etwa ein Sohn oder eine Tochter, muss sich schon richtig etwas zu schulden kommen lassen, etwa den Erblasser zu Lebzeiten massiv bedrohen oder ihm nach dem Leben trachten, dass ihn der Erblasser auch vom Pflichtteil ausschließen kann.  In allen übrigen Fällen kommt es auf die richtige Strategie an. Bei entsprechendem Beratungsbedarf vereinbaren Sie gerne einen ersten Gesprächstermin, damit ich mit Ihnen erörtern kann, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen. 

Auch mit Schenkungen lassen sich die Ansprüche auf Pflichtteil nicht einfach aushebeln. Zumindest geht das nicht kurzfristig. Denn der Gesetzgeber gewährt pflichtteilsberechtigten Nachkommen einen Pflichtteilergänzungsanspruch. Dieser gleicht Schenkungen des Erblassers an Dritte aus. Dabei kommt es auf den zeitlichen Abstand an. Je länger eine Schenkung zurückliegt, um so kleiner ist der Anteil, der beim Pflichtteilergänzungsanspruch mitgerechnet wird. Aus Sicht eines beschenkten Erben ist jedes Jahr Abstand zehn Prozent wert. Konkret: Stirbt der Erblasser im ersten Jahr nach der Schenkung, zählt diese beim Pflichtteilergänzungsanspruch zu 100 Prozent mit. Stirbt er im zweiten Jahr nach der Schenkung, sind es 90 Prozent. Noch ein Jahr später sind es nur noch 80 Prozent und so weiter. Komplett frei von Ansprüchen der pflichtteilsberechtigten Nachkommen ist die Schenkung folglich nur dann, wenn der Erbfall mindestens zehn Jahre später eintritt. Aber auch hier gibt es Ausnahmen.

Das Pflichtteilsrecht

Vermögensnachfolge

Bei der Vermögensnachfolge gilt es konfliktträchtige Erbengemeinschaften zu vermeiden und eine interessensgerechte Regelung zu finden. Hierbei ist insbesondere die angemessene Versogung des Ehepartners zu beachten und die gerechte Verteilung des Vermögens auf die Abkömmlinge.

Unternehmensnachfolge

Im Berich der Unternehmensnachfolge beraten und vertreten wir unsere Mandanten  angefangen bei der erbrechtlichen Gestaltung der Nachfolge über die Abwicklung des Unternehmens bis hin zur Interessenvertretung bei Konflikten  zwischen den Erben wegen gescheiterter oder fehlerhafter Nachfolgeregelung.

Erbauseinandersetzung

Wir begleitet Sie bei der Auseinandersetzung der Erbschaft. Wir klären Sie über Ihre Rechte und Pflichten als Mitglied einer Erbengemeinschaft auf und zeigen Ihnen Wege der Erbauseinandersetzung, z.B. durch einen sog. Abschichtungsvertrag. Bei Bedarf machen wir die Ansprüche gegenüber den Miterben für Sie geltend.

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